Betriebliche Veränderungsprozesse werden in der
Regel als langfristige Projekte auf der Grundlage eines Phasenkonzeptes
angelegt. Sobald die strategischen Ziele geklärt sind, besteht
die nächst wichtige Phase in der Identifizierung und Analyse der
Geschäftsprozesse, in denen Bedarf zur Optimierung oder Veränderung
vermutet wird.
Durch die Methode der Geschäftsprozessanalyse (GPA)
wird eine Visualisierung, Beurteilung und Optimierung von Prozessen
ermöglicht. Die Besonderheit besteht darin, dass Vertreter der
Beschäftigten eines Geschäftsprozesses beteiligt sind, die
in unterschiedlichen Abteilungen einer Organisation tätig sein
können. Dies kann zu Ergebnissen auf verschiedenen Ebenen führen:
Für die einzelnen Beteiligten wird die gesamte "Prozesskette"
und die Zuordnung der eigenen Tätigkeit transparent. Der direkte
Dialog sensibilisiert für die "internen Kunden-Lieferanten-Beziehungen".
Eine Identifizierung und Erhebung der Potenziale und Defizite in den
Informations-, Kommunikations- und Kooperationsbeziehungen wird möglich,
den Defiziten lassen sich erste Wirkungen und Ursachen zuordnen. Dies
wiederum erlaubt eine Priorisierung des Handlungsbedarfs für weitere
Detailanalysen mit dem Ziel der Prozessoptimierung.
Im Rahmen der Durchführung einer GPA werden folgende
Schritte ausgeführt:
· Definition der Ziele für eine GPA
· Identifizierung eines Geschäftsprozesses
· Zusammenstellung der Workshopgruppe
· Visualisierung des Prozesses
· Datenerhebung von Stark- und Schwachstellen
· Ursache-Wirkungsanalyse
· Priorisierung der Schwachstellenbearbeitung
· Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen
· Ausblick auf das weitere Vorgehen