System

Ein System besteht aus unterschiedlichen Elementen (z.B. Sub-Systeme), die sich miteinander in Wechselwirkung befinden. Diese Art der Beziehung der Elemente aufeinander unterscheidet ein System von einer Maschine (die – wie z.B. im Uhrwerk) nur festgelegte Routinen ausführt.

Umwelt

Jedes System hat eine Umwelt. Aber: Die gängige Unterscheidung von System und Umwelt ist immer eine subjektive Setzung. Denn die Grenze eines Systems bilden immer andere Systeme.

Ferner ist festzusetzen, ob es sich bei der Umwelt um ein anderes System handelt oder ob das System selbst ein Subsystem eines anderen Systems ist.

Ursache – Wirkung vs. Feedback-Schleife

Hinzu kommt, dass  jedes System seine Umwelt beeinflusst und damit auch sich seine Umwelt schafft und umgekehrt: Jede Umwelt schafft sich ihr(e) System(e).

Diese wechselseitige Verkoppelung macht es schwer, klare Ursachen, Verantwortung oder gar Schuldige  zu finden.

Praxisbeispiele

In Organisationen schimpft eine Abteilung über die andere. Oder der Vertrieb beklagt die schlechten Marktchancen. In diesen Fällen ist die Sicht der wechselseitigen Beeinflussung von erheblicher Bedeutung. Zugespitzt gesprochen schafft sich der Vertrieb seinen Markt (seine Kunden) und umgekehrt schaffen sich die Kunden „ihren“ Vertrieb. Diese Diskussion ist allgegenwärtig bei der Suche nach Kundenanforderungen, denen eine Organisation nachkommt oder versucht, die Anforderungen zu verändern. Organisationen, die sich auf einem „Käufermarkt“ (also einen Markt mit viel Wettbewerb) befinden, haben eine ganz andere Situation als solche, die einen „Verkäufermarkt“ bedienen (wie etwa die Deutsche Bahn).

Unsere Leistungen

Die Vorstellungen darüber, wie eine Organisation funktioniert, unterliegen einem historischen Wandel. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde eine Organisation noch als Maschine gesehen. Heute ist dieses Bild sehr verändert, ohne dass sich eine klare Vorstellung durchgesetzt hat. Wir begreifen Organisationen oder Abteilungen als System(teile). Und dabei kommt es darauf an, die wesentlichen Wechselbeziehungen und damit auch die Muster deutlich zu machen, die dem Verhalten der Organisation zugrunde liegen. Daher verwenden wir Methoden wie System Dynamics oder Organisationsaufstellungen.

Bei Problemlösungen und Strategieworkshops kommt es darauf an,  das „System“ abzubilden, d.h. die wesentlichen Akteure aus den Funktionsbereichen zu Wort kommen zu lassen. Nur gemeinsam lässt sich eine Vorstellung von gemeinsamer Umwelt (Anforderungen) und strategischem Vorgehen bzw. Lösungen durch die Organisation finden (vgl. auch Großgruppen).

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